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Oktober 22, 2026 von Thomas Sellmeir

Bericht zur Gemeinderatssitzung vom 21. Oktober 2026

Bericht zur Gemeinderatssitzung vom 21. Oktober 2026
Oktober 22, 2026 von Thomas Sellmeir

Sieben Baugrundstücke, Maibaum und wichtige Projekte für Marzling

In der Gemeinderatssitzung am 21. Oktober 2026 standen einige richtungsweisende Themen auf der Tagesordnung. Neben der Vergabe von sieben gemeindlichen Baugrundstücken ging es um den künftigen Standort des Maibaums, die Eisenbahnüberführung an der Isarstraße und zahlreiche Entwicklungen in unserer Gemeinde.

Angesichts einiger doch emotionaler Themen appellierte BGM Sellmeir an das Gremium „Es geht nicht darum, den einfachsten Weg zu wählen, sondern darum, den richtigen Weg für Marzling zu finden“.

Sieben Baugrundstücke: Faire Vergabe und verantwortungsvoller Verkauf

Ein Schwerpunkt der Sitzung war die geplante Vergabe von sieben Wohnbauparzellen südlich des Seniorenheims. Ziel ist es, trotz des Zwangs hier nicht „Unter-Wert“ verkaufen zu dürfen, eine transparente und nachvollziehbare Vergaberichtlinie zu schaffen, die insbesondere Bürgerinnen und Bürger mit Bezug zu Marzling berücksichtigt.

Der vorgestellte Entwurf sah ein Punktesystem mit Kriterien wie Hauptwohnsitz, Kindern, Pflegebedürftigkeit, Beschäftigung in Marzling und ehrenamtlichem Engagement vor. Auch das Kaufpreisangebot fließt in die Bewertung ein, allerdings mit deutlich geringerem Gewicht als die übrigen Kriterien. „Wir möchten bewusst unsere Bürgerinnen und Bürger besser stellen.“. Auf Wunsch von GR Ball wurde hier die Gewichtung des Kaufpreises jedoch noch etwas nach oben korrigiert. In der Diskussion wurden auch noch einige Änderungen am Entwurf vorgenommen.

Damit ergab sich nach längerer Diskussion folgendes Punktemodell:

VergabekriteriumMaximalpunkte
Kinder45
Behinderung / Pflegebedürftigkeit20
Hauptwohnsitz50
oder Beschäftigung in der Gemeinde 30
Ehrenamtliches Engagement30
Kaufpreisgebot20
SUMME165

Als Mindestpreis wurde der Betrag von 985,00€ pro m² festgelegt, ebenso dass darin alle bereits erfolgten Erschließungsmaßnahmen sowie noch die noch zu errichtende Wasser/Abwasserversorgung enthalten ist.

Die offiziellen Vergaberichtlinien werden in Kürze von der Gemeinde veröffentlicht, Die Bieterfrist beläuft sich dann auf 6 Wochen ab Eingang der Baugenehmigung durch das Landratsamt. Wir werden informieren, ab wann die Bewerbung möglich ist.

-Die Beschlüsse hierzu erfolgten einstimmig-

Der Maibaum: Tradition und Ortsbild im Mittelpunkt

Der Katholische Burschenverein Marzling hat beantragt, eine neue Maibaumhalterung auf dem Gemeindegrundstück zwischen Grundschule und Bücherei beziehungsweise Schützenheim zu errichten. „Nachdem die letzten Maifeste so schön waren, blutet mir da schon etwas das Herz“ bat BGM Sellmeir die zahlreich anwesenden Burschen um Verständnis „A bissl Diskussion hat ja schon fast zur Tradition gehört“

Entsprechend des Antrags wurden im Gremium verschiedene Aspekte diskutiert, von Platzbedenken über die Lärmbelästigung, die Sichtbarkeit , den Standort im Allgemeinen und zur davor stattfindenden Maibaumwache, die allein schon aus Lärmschutzgründen dort nicht stattfinden könne. Diese bedenken konnte GR Felix Mäuer relativieren – die „Maibaumwache“ würde dort nur in der Nacht auf den 1. Mai stattfinden, zuvor an einem anderen Ort.

Dennoch: In der Diskussion zeichnete sich gewisse „Schmerzen“ mit dem vorgeschlagenen Standort ab.

Kurzfristig wurden zwar noch Unterlagen vom Burschenverein „nachgereicht“, so dass man nun mehrere Beschlussvorschläge vorliegen habe.
BGM Sellmeir unterbrach kurz die Sitzung und bat GRin Aiglstorfer (Sprecherin des Gemeinderats) in einem kurzen Gespräch mit dem 1. Vorsitzenden zu klären, was man nun konkret abstimmen solle.

Nach einer kurzen „Es bleibt beim ersten Antrag“ wurde über diesen dann auch abgestimmt – das Ergebnis war dann überraschend eindeutig: – Der Standort einstimmig durchgefallen.


Eisenbahnüberführung Isarstraße: Weiterhin Geduld gefragt

Zur Eisenbahnüberführung an der Isarstraße berichtete BGM Sellmeir, dass die Verhandlungen zwischen Bahn und Marzling beidseitig als „ruckelig“ bezeichnet werden könnten. „Angesichts des ersten Entwurfs war nichts anderes zu erwarten“.

Man habe der Bahn deutlich signalisiert dass die vorgestellten Flügelwände zu einer massiven Verschlechterung für uns als Gemeinde führen, die wir so nicht akzeptieren „Ich habe hier völliges Unverständnis. Die Bahn ist lieber bereit, für teures Geld das bestehende Bauwerk kurzfristig zu ertüchtigen dass es dann bis 2029 hält, anstatt sofort loszulegen und einen Kompromiss einzugehen.“

Expliziter bedankte sich BGM Sellmeir bei den Staatsminister Dr. Florian Hermann, MdL Johannes Becher und MdB Christian Moser, die alle bereits im Sinne der Gemeinde das Gespräch mit der Bahn gesucht haben. Aktuell, so Sellmeir läge es am Eisenbahnbundesamt, wie es weitergehe: „Von unserer Seite könnte die Bahn sofort bauen.“

Was sich sonst in Marzling bewegt

Im Bericht des Bürgermeisters wurden zahlreiche Entwicklungen und Veranstaltungen der vergangenen Wochen aufgegriffen:

  • Barockstadel: Die Einweihung und Segnung des historischen Gebäudes war ein besonderer Höhepunkt. Ein ausdrücklicher Dank galt der Familie Krieglsteiner.
  • Partnergemeinde: Der Besuch Ende September stand im Zeichen der Begegnung und des Austauschs. BGM Sellmeir wies darauf hin dass der Gemeinde hier keine Kosten entstanden und bedankte sich insbesonders bei der SG Hangenham für die Bewirtung am Freitag, bei der Familie Nagerl für den „Sonderpreis“ und der Familie Krieglsteiner für die Einladung.
  • Bürgerbaugenossenschaft: Die Projektvorstellung und der Start der Reservierungsmöglichkeiten wurden als wichtiger Schritt für die örtliche Wohnraumentwicklung vorgestellt. Reservierungen sind bereits möglich.
  • Spielplatzprojekt: Zahlreiche Freiwillige und örtliche Unterstützer packten beim Abbau der beiden Spielgeräte am Flughafen mit an. Expliziter Dank hierzu ging an den Flughafen München, die Zimmerei Mäuer, die Firma Martin Mair, Claus Gißibl, dem Bautrupp des SVM und allen freiwilligen Helferinnen und Helfern.
    Diese Zusammenarbeit mit Unternehmen, Helfern und dem SV Marzling zeigt, was gemeinschaftliches Engagement bewegen kann.
  • Darüber hinaus wurden verkehrsrechtliche Themen, unter anderem in der Bahnhofstraße, der Rudolfinger Straße, in Hangenham sowie im Bereich Bachwinkel und Nordring, angesprochen.

Fundtierpauschale steigt ab 2027

Die Gemeinde beteiligt sich weiterhin an der Versorgung von Fundtieren über die entsprechende Vereinbarung mit den Tierheimen. Die Pauschale soll zum 1. Januar 2027 von bisher 0,80 Euro auf 0,95 Euro je Einwohner zuzüglich Umsatzsteuer steigen. Damit werden die Kosten für die Versorgung von Fundtieren weiterhin planbar abgedeckt.

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