Liebe Marzlingerinnen
liebe Marzlinger,
nach über 75 Sitzungsprotokollen möchte ich diese in einem persönlicheren Stil fortsetzen.
Nachfolgend möchte ich Ihnen die wichtigsten Ergebnisse der Sitzung in kompakter Form vorstellen.
Ihr Bürgermeister
Thomas Sellmeir
Ehrenamt macht Marzling lebenswert
Zu Beginn der Sitzung durfte ich wieder über zahlreiche Veranstaltungen und Termine berichten – und vor allem Danke sagen.
Mein Dank gilt dem Burschenverein und den Marzlinger Mädels für ein gelungenes Bürgerfest. Besonders freue ich mich schon heute auf das kommende Jahr, wenn wir das 40. Bürgerfest feiern dürfen – vielleicht schaffen wir dann ein 3-tägiges „Jubiläumsfest“ mit unseren Vereinen.
Ebenso möchte ich mich beim SV Marzling für die Ausrichtung des Relegationsspiels mit rund 600 Zuschauerinnen und Zuschauern an unserem Sportgelände bedanken. Auch das Zirkusprojekt unserer Grundschule, die 50. Inzellfahrt des Sportvereins, die Motorradweihe sowie das Team des Ferienprogramms mit dem umfangreichen Programm für die Sommerferien haben einmal mehr gezeigt, wie viel Engagement in unserer Gemeinde steckt.
Erfreulich ist außerdem, dass in unserem Bikepark wieder Leben einkehrt. Ein besonderes Dankeschön gilt auch unserem Gemeinderat Karl Göls, der in Eigeninitiative das rot-weiße Geländer an der Schule renoviert hat. Genau dieses Miteinander macht Marzling aus.
Verantwortungsvoll investieren
Neben den Veranstaltungen konnten wir auch über einige positive Entwicklungen berichten.
Für den Bauhof wurde ein gebrauchter Nissan für 7.800 Euro angeschafft. Damit können künftig viele kleinere Fahrten erledigt werden, wodurch unsere großen, deutlich teureren Kommunalfahrzeuge geschont werden. Solche Investitionen sind vielleicht nicht spektakulär, helfen aber dabei, langfristig wirtschaftlich zu handeln.
Außerdem wurde der neue Solarpark der Bürgerenergiegenossenschaft offiziell eingeweiht. Seitdem sind wir als Gemeinde Marzling auch Mitglied der BürgerEnergieGenossenschaft Freising und freuen uns über diesen großen Schritt in Richtung Energiewende.
Wasserversorgung bleibt zentrales Zukunftsthema
Ein wichtiger Sachstandsbericht betraf die Regenerierung unseres Tiefbrunnens II.
Dabei hat sich gezeigt, dass die Arbeiten umfangreicher ausfallen als ursprünglich erwartet. Nach Vorliegen der letzten Genehmigungen können wir danach die Leistungen ausschreiben. Nach aktuellem Stand rechnen wir mit einer Fertigstellung im Frühjahr 2027 – und leider auch mit einem sechsstelligen Betrag hierfür.
Auch wenn dies mehr Zeit in Anspruch nimmt als geplant, hat die sichere Trinkwasserversorgung für unsere Gemeinde höchste Priorität – deshalb laden wir auch alle Bürgerinnen und Bürger zu einem Tag der Offenen Tür unser Wasserversorgung am 10. Oktober von 10 bis 14 Uhr ein. Mehr Infos dazu auf der Gemeindehomepage.
Appell zur Vernunft: Reifenspuren auf dem Kreisverkehr
Eine Bürger-E-Mail beschäftigte sich mit wiederholten Beschädigungen am bepflanzten Kreisverkehr.
Im Gemeinderat waren wir uns schnell einig, dass es dabei nicht darum gehen sollte, vorschnell Schuldige zu benennen. Nicole Aiglstorfer sprach sich dafür aus, das Thema grundsätzlich aufzugreifen und einen Appell an die Bevölkerung zu richten. Franziska Petermeier und Sebastian Sauerer warnten ebenfalls davor, einzelne Personengruppen ohne gesicherte Erkenntnisse verantwortlich zu machen. Roswitha Apold schlug vor, das Thema über „Marzling intern“ aufzugreifen.
Ich halte diesen Weg für richtig. Unsere öffentlichen Anlagen gehören uns allen. Ein respektvoller Umgang mit unserem Ort ist letztlich eine gemeinsame Verantwortung.
Zwei Bauvorhaben einstimmig genehmigt
Auch diesmal standen zwei Bauanträge auf der Tagesordnung.
In Hangenham wurde dem Umbau eines bestehenden Wohnhauses mit Dachausbau und zusätzlichen Wohnräumen zugestimmt. Obwohl eine geringfügige Abweichung von der zulässigen Grundflächenzahl erforderlich war, entsteht keine zusätzliche Flächenversiegelung. Nach einer Nachfrage von Peter Ball zu den Fluchtwegen konnte das Vorhaben einstimmig beschlossen werden.
Beschluss: Gemeindliches Einvernehmen einschließlich der beantragten Abweichung erteilt.
Abstimmung: Einstimmig genehmigt
Auch dem Neubau eines Carports in der Kirchstraße wurde einstimmig zugestimmt. Da die Fläche bereits vollständig versiegelt ist, entstehen keine zusätzlichen Eingriffe in den Boden.
Beschluss: Gemeindliches Einvernehmen erteilt.
Abstimmung: Einstimmig genehmigt.
Eisenbahnüberführung: Erstmal vertagt.
Intensiver diskutiert wurde der geplante Neubau der Eisenbahnüberführung an der Isarstraße.
Die Deutsche Bahn benötigt für die Bauzeit verschiedene gemeindliche Flächen. Während der Beratung machte Michael Schwaiger darauf aufmerksam, dass die nun vorgelegten Pläne von den bisherigen Absprachen abweichen. Er bat deshalb um eine Klärung mit der Deutschen Bahn. Auch Winfried Seidl sprach sich dafür aus, die Gemeinde rechtlich beraten zu lassen.
Da noch offene Fragen bestanden, habe ich vorgeschlagen, die Entscheidung zu vertagen. Der Gemeinderat ist diesem Vorschlag einstimmig gefolgt. Ich halte das für den richtigen Weg. Bei einem Projekt dieser Größenordnung sollten alle offenen Punkte sorgfältig geklärt werden, bevor endgültige Entscheidungen getroffen werden.
Beschluss: Vertagung des Tagesordnungspunktes.
Abstimmung: Einstimmig
Kultur erhält eine feste Ansprechperson
Mit Hartmut Fischer erhält Marzling künftig einen ehrenamtlichen Kulturbeauftragten.
Ich freue mich sehr, dass er bereit ist, dieses wichtige Aufgabenfeld zu übernehmen. Kultur lebt vom Mitmachen und vom Engagement vieler Menschen. Gemeinsam mit unseren Vereinen möchten wir dieses Netzwerk weiter stärken.
Beschluss: Bestellung von Hartmut Fischer zum Kulturbeauftragten.
Abstimmung: Einstimmig
Haushalt 2026 genehmigt
Eine weitere erfreuliche Nachricht erreichte uns vom Landratsamt Freising: Die Haushaltssatzung und der Haushaltsplan 2026 wurden rechtsaufsichtlich genehmigt. Damit besteht nun auch formell Planungssicherheit für die Umsetzung der vorgesehenen Maßnahmen in diesem Jahr.
Transparenz bei früheren Beschlüssen
Sobald die Gründe der Geheimhaltung entfallen sind, informieren wir selbstverständlich auch über Beschlüsse aus nichtöffentlichen Sitzungen.
Bekannt gegeben wurden unter anderem zusätzliche Planungsleistungen für die Kanalsanierung, die Festsetzung meiner Dienstaufwandsentschädigung in Höhe von 440 Euro monatlich sowie die Entschädigungsregelungen für die Zweite Bürgermeisterin und den weiteren Stellvertreter. Die bisherigen Regelungen werden damit unverändert übernommen.
Silvesterfeuerwerk: Augenmaß statt „Regelfeuerwerk“
Zum Abschluss beschäftigte sich der Gemeinderat mit der Frage, ob in bestimmten Bereichen Feuerwerksverbotszonen eingerichtet werden sollten.
Die rechtlichen Möglichkeiten hierfür sind sehr eng. Gemeinsam haben wir deshalb zunächst ein Meinungsbild eingeholt. Einigkeit bestand darin, dass mögliche Verbote nur dort sinnvoll sind, wo sie rechtlich zulässig und auch nachvollziehbar durchsetzbar sind. Gleichzeitig wurde angeregt, die Bürgerinnen und Bürger über „Marzling intern“ nochmals für einen verantwortungsvollen Umgang mit Feuerwerk zu sensibilisieren.
Eine Herzensangelegenheit: „Marzlinger Ehrennadel“
Zum Abschluss konnte ich den Gemeinderäten noch eine kleine Freude machen: Die ersten Exemplare unserer neuen Marzlinger Ehrennadel sind eingetroffen. Für mich ist diese Auszeichnung eine echte Herzensangelegenheit. Künftig sollen damit Bürgerinnen und Bürger geehrt werden, die sich in besonderer Weise für unsere Gemeinde einsetzen. Die entsprechende Satzung werden wir in einer der kommenden Sitzungen erarbeiten. Diese durfte ich in dieser Sitzung unseren Gemeinderätinnen und -Räten überreichen: „Tragt sie mit Stolz – als sichtbares Zeichen Eures Engagements für unsere Gemeinde“.
Die nächste Gemeinderatssitzung findet am Mittwoch, den 29. Juli 2026 um 19:30 Uhr im FEUERWEHRHAUS statt.

